Türkei:Gericht ordnet Absetzung des türkischen Oppositionschefs an 21.05.2026

Ein Gericht in Ankara hat die Absetzung des Oppositionschefs Özgür Özel und der aktuellen Führung der größten türkischen Oppositionspartei CHP angeordnet. Dem Urteil zufolge soll der frühere Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu die Partei vorläufig führen. Özel bezeichnete die Entscheidung als Putsch und kündigte rechtliche Schritte an, mit dem Ziel, das Urteil aufheben zu lassen und eine "Katastrophe" für die Türkei abzuwenden. Diese Entscheidung löste erhebliche Turbulenzen an den türkischen Finanzmärkten aus, mit einem Börseneinbruch von sechs Prozent und einem Verkauf von zehn Milliarden Dollar durch die Zentralbank zur Stützung der Lira. Die Gerichtsentscheidung basiert auf der rückwirkenden Ungültigkeit des Parteitags von 2023, auf dem Özel gewählt wurde, und beruht auf Vorwürfen der Bestechung von Delegierten. Die CHP sieht sich als Opfer einer politisch motivierten Kampagne, während die Regierung jegliche Einflussnahme zurückweist.














