Trotz „ideologischem Klassenkampf“: Eine gute Rente ist bezahlbar 12.02.2026

In Deutschland sind über 1,2 Millionen Rentner auf Sozialhilfe angewiesen, da ihre gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu sichern oder Armut zu vermeiden. Die durchschnittliche Altersrente liegt bei nur 1154 Euro, und die Zahl der Rentner, die zum Sozialamt gehen müssen, hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Dies ist laut dem Autor, Chefökonom der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, politisch bedingt durch die Förderung von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung sowie durch Rentenreformen in den 2000er Jahren, die auf Kosten der Lebensstandardsicherung gingen. Konservativ-liberale und marktradikale Stimmen behaupten, die Rente sei angesichts des demografischen Wandels nicht mehr bezahlbar, doch der Autor argumentiert, dass die Rentenfinanzen stabil seien und der Anteil der Rentenausgaben am Sozialprodukt gesunken sei. Produktivitätssteigerungen könnten die finanzielle Last einer alternden Gesellschaft ausgleichen, vorausgesetzt, diese Gewinne werden gerecht verteilt. Eine armutsfeste Rente sei durch Stabilisierung und Erhöhung des Rentenniveaus, Stärkung der Grundrente, mehr sozialversicherte Arbeit, höhere Löhne und Tarifverträge sowie durch eine Erwerbstätigenversicherung und höhere Steuerzuschüsse, finanziert durch Reichensteuern und eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, bezahlbar.














