Medienreform Tschechische Regierung spart beim Rundfunk 16.06.2026

Die tschechische Regierung unter Premierminister Andrej Babis plant eine umfassende Medienreform, die ab Anfang 2027 die Abschaffung der Rundfunkgebühren vorsieht. Stattdessen soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden, wobei das Budget überraschend um 15 Prozent gekürzt werden soll. Kulturminister Oto Klempir betont, dass die Mediengesetze unverändert bleiben, während Kritiker und Opposition die Reform als Bedrohung für die journalistische Unabhängigkeit und Transparenz werten. Die Maßnahme stößt auf massiven Widerstand: Gewerkschaften kündigen Streiks an, und die Opposition prüft rechtliche Schritte vor dem Verfassungsgericht sowie EU-Instanzen. Die Kürzungen gefährden rund 700 Arbeitsplätze sowie Regionalstudios und den Auslandsrundfunk, einschließlich Radio Prag International. Die Regierung rechtfertigt den Schritt mit allgemeinen europäischen Sparmaßnahmen und der vermeintlichen Unbeliebtheit der Gebühren.













