Umweltproteste in Brasilien "Wir verhandeln nicht über die Zukunft unserer Kinder" 25.02.2026

Hunderte indigene Aktivisten, angeführt von Alessandra Munduruku und Maria Leusa, protestierten wochenlang, teils im Hafenterminal des US-Konzerns Cargill in Santarem, gegen ein Dekret der brasilianischen Regierung, das den Ausbau von Wasserwegen in der Amazonasregion zur Ermöglichung größerer Frachtschiffe vorsah. Die Indigenen kritisierten, dass dies massive Eingriffe in ihre Lebensweise und die Umwelt bedeuten würde, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Bürgeranhörung. Angesichts des Protests und der Kritik zog die Regierung unter Präsident Lula das umstrittene Dekret 12.600 zurück, was von Vertretern der Regierung als Zeichen des Zuhörens gewertet wurde. Trotz dieses Erfolgs bleibt der Druck der Agrar- und Bergbauindustrie auf den Amazonas hoch, insbesondere da große Soja-Unternehmen aus dem Soja-Moratorium aussteigen.














