„Unerhörte Aussagen“ der Jury zu Gaza: Indische Autorin Roy sagt Teilnahme an Berlinale ab 14.02.2026

Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat ihre Teilnahme an der Berlinale abgesagt, nachdem die Jury des Filmfestivals sich auf einer Pressekonferenz weigerte, eine klare Position zum Gazakrieg zu beziehen. Journalist Tilo Jung hatte die Jury mit einer Frage zu „selektiver Menschenrechtspolitik“ konfrontiert, die sich auf die Solidarisierung mit dem Iran und der Ukraine, aber nicht mit Palästinensern bezog. Jurypräsident Wim Wenders' Aussage, man müsse sich aus der Politik heraushalten, stand im Widerspruch zu früheren Äußerungen über die politische Natur der Berlinale. Roy bezeichnete die Aussagen der Jury als „unerhört“ und „unfassbar“, da sie die Diskussion über ein aktuelles Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterbinde. Die Berlinale bedauerte Roys Entscheidung, respektierte sie jedoch.














