In der Schweiz hat sich die Zahl der Unfälle bei jungen Motorrad-Anfängern in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Seit 2021 dürfen 16-Jährige bereits 125er-Maschinen ohne vorherige Fahrstunden selbstständig führen, was laut Experten ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Während Jugendliche in Deutschland vor der Theorieprüfung intensive Schulungen absolvieren müssen, können Schweizer Jugendliche nach dem Selbststudium direkt mit dem Lernfahrausweis auf die Strasse. Experten wie Christoph Jöhr von der BfU kritisieren diese Lücke und betonen die Notwendigkeit eines defensiven Fahrstils. Die politische Debatte spitzt sich zu: Während einige Politiker die Ausbildung optimieren wollen, fordert Sidney Kamerzin eine Rückkehr zum Mindestalter von 18 Jahren. Der Bundesrat plant für 2027 verschiedene Varianten zur Verbesserung der Sicherheit in die Vernehmlassung zu schicken.