M1 in Ungarn TV-Sender entschuldigt sich für Lügen in Orban-Zeit 07.07.2026

Der ungarische öffentlich-rechtliche Fernsehsender M1 erlebte eine ungewöhnliche vierstündige Zwangspause, während der Bildschirm lediglich eine schwarze Fläche mit weißer Schrift zeigte. Diese Unterbrechung der Nachrichtenberichterstattung erfolgte nach der Wahlniederlage der regierungsfreundlichen Fidesz-Partei unter Viktor Orbán. M1 wurde zuvor häufig als staatliches Sprachrohr und „Propaganda-Schleuder“ kritisiert. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar von der Tisza-Partei kündigte bereits im Wahlkampf an, der einseitigen Berichterstattung und der hohen staatlichen Finanzierung ein Ende zu setzen. Magyar versprach in einem Facebook-Beitrag, dass seine Regierung zusammen mit Fachorganisationen eine unabhängige, unparteiische und objektive Berichterstattung wiederherstellen werde. Nach der Pause kehrte das Programm mit Unterhaltungselementen wie Filmen und Serien zurück, wobei eine Rückkehr zu regulären Nachrichtensendungen vorerst nicht in Sicht ist. Die Situation verdeutlicht den massiven Umbruch in der ungarischen Medienlandschaft.
















