Ungarn: Premier Magyar will System Orbán aufarbeiten 04.06.2026

Ungarns neuer Regierungschef Péter Magyar hat eine radikale Abrechnung mit dem als autokratisch beschriebenen System seines Vorgängers Viktor Orbán angekündigt. Nach dem überraschenden Wahlsieg seiner konservativen Partei Tisza im April und seinem Amtsantritt im Mai versprach Magyar die Rückkehr zum Rechtsstaat und kündigte Untersuchungen zu finanziellen Verflechtungen Orbáns an. Er drohte Präsident Tamas Sulyok, einem Orbán-Vertrauten, mit einem Amtsenthebungsverfahren und bezeichnete Ungarn als "gekappten Staat". Trotz einer angekündigten Wende in der Außenpolitik, die zur Einigung beim Schutz der ungarischen Minderheit in der Ukraine und zum Rückzug des Widerstands gegen EU-Beitrittsverhandlungen führte, schloss Magyar militärische Hilfe aus. Er betont die Notwendigkeit neuer Leute und Regeln sowie "Checks and Balances" und sieht im direkten Dialog mit den Wählern, insbesondere auf dem Land, den Schlüssel zur Rückgewinnung enttäuschter Stimmen.














