Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag verschärft Ministerpräsident Viktor Orban den Ton gegen die Opposition und wirft ihr vor, mit ausländischen Geheimdiensten zu konspirieren und Unruhen zu planen, ohne Beweise vorzulegen. Diese Vorwürfe, die von russischen Kanälen verbreitet werden, zielen laut Sicherheitsexperten darauf ab, die Bevölkerung auf Provokationen vorzubereiten. Orbans Herausforderer Peter Magyar von der Tisza-Partei, die in Umfragen führt, kontert mit Anschuldigungen des Wahlbetrugs und krimineller Handlungen durch Orbans Fidesz-Partei. US-Präsident Donald Trump unterstützt Orban öffentlich, während Experten eine russische Einflussnahme auf die Wahl vermuten. Orban, der seit 2010 regiert, hat die Wahlgesetzgebung und die Medienlandschaft zugunsten seiner Partei verändert, was zu Bedenken hinsichtlich der Anerkennung eines Wahlergebnisses im Falle einer Niederlage führt.