Die Union kritisiert die Wahlrechtsreform der Ampelkoalition, da 18 von ihr nominierte Wahlkreissieger den Einzug in den Bundestag verpassten. Sie macht eine erneute Wahlrechtsreform zur Bedingung für eine fortgesetzte Koalition mit der SPD. Kernpunkt ist die Forderung, dass jeder Erststimmensieger wieder ins Parlament einziehen soll, was jedoch durch die von der SPD geforderte Parität zwischen Männern und Frauen im Bundestag erschwert wird. Die Union lehnt paritätische Vorgaben als nicht umsetzbar ab und sieht die SPD in der Pflicht, die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags einzuhalten. Diese Meinungsverschiedenheiten belasten die Koalition erheblich, und eine Einigung wird zunehmend unwahrscheinlich, da beide Seiten tiefen Frust und unterschiedliche Prioritäten haben, wie auch die Grünen-Politiker Limburg einschätzt.