Um Himmels willen 13.03.2026

Die deutsche Regierungskoalition aus Union und SPD plant eine Einkommensteuerreform zur Entlastung von Millionen Bürgern, doch die Debatte droht bereits im Keim erstickt zu werden. Kern des Problems ist die irreführende Bezeichnung "kleine und mittlere Einkommen", da auch höhere Einkommen von Entlastungen in den unteren Steuertarifen profitieren. Ein Vorschlag des DIW-Experten Stefan Bach sieht vor, den "Mittelstandsbauch" abzubauen, den Spitzensteuersatz auf 49 Prozent anzuheben, aber erst ab 90.000 Euro greifen zu lassen, und den Solidaritätszuschlag für die oberen zehn Prozent abzuschaffen. Dieses Konzept würde 98 Prozent der Steuerzahler um 20 Milliarden Euro entlasten, während nur die obersten zwei Prozent mit Einkommen über 130.000 Euro mehr zahlen müssten. Trotz positiver Signale von Unionspolitikern wie Florian Dorn und Fritz Güntzler versucht die Parteiführung, wie Mathias Middelberg, diese Reformpläne zu blockieren, indem sie auf vermeintliche Nachteile für Unternehmen verweist, für die es jedoch bereits Lösungsansätze gibt.















