DIW-Präsident Marcel Fratzscher hat die Wiedereinführung einer Vermögensteuer als notwendige Option zur Finanzierung der geplanten Einkommensteuerreform der Bundesregierung vorgeschlagen. Er schätzt, dass eine Vermögensteuer von zwei Prozent auf große Vermögen dem Staat jährlich knapp 42 Milliarden Euro einbringen könnte. Diese Mittel, so Fratzscher, würden es der Regierung ermöglichen, Steuern auf Arbeitseinkommen und für Unternehmen zu senken und damit die deutsche Wirtschaft zu stimulieren. Er kritisiert Deutschlands Steuerstruktur, die Arbeit stärker und Vermögen geringer besteuere, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtige. Die Reform soll ab dem 1. Januar 2027 greifen, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, wobei die genaue Gegenfinanzierung noch unklar ist.