Italien hat zwei US-Kampfflugzeugen, die mit Kriegsmunition beladen waren und auf dem Weg in den Iran waren, die Landung auf dem US-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert. Verteidigungsminister Guido Crosetto begründete die Entscheidung mit einer zu kurzfristigen Anfrage, die eine parlamentarische Abstimmung unmöglich machte, und verwies auf das "Bilateral Infrastructure Agreement" (BIA) von 1995, das bei Kriegsoperationen die Zustimmung des italienischen Parlaments vorschreibt. Dieser Vorfall, bei dem die USA die Landung ohne vorherige Genehmigung ankündigten, erinnert an eine ähnliche Auseinandersetzung um den US-Stützpunkt Sigonella im Jahr 1985 im Zusammenhang mit der Entführung der "Achille Lauro". Während die USA die Auslieferung von Terroristen forderten, verweigerte Italien die Festnahme und behielt die Verdächtigen in Gewahrsam. Im aktuellen Fall wird erwartet, dass die Angelegenheit schnell beigelegt wird und die Entscheidung von Premierministerin Meloni, die sich mit Trumps zunehmend isolationistischer Haltung auseinandersetzen muss, politisch vorteilhaft sein könnte.