Verbreitete Knie-OP womöglich ohne Nutzen 06.05.2026

**ZUSAMMENFASSUNG:** Eine langjährige, im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte finnische Langzeitstudie (Fidelity-Studie) widerlegt die gängige Praxis der partiellen Meniskektomie bei verschleißbedingten (degenerativen) Knieschmerzen. Nach zehn Jahren zeigte die Operation im Vergleich zu einer Schein-Operation keinerlei Vorteile hinsichtlich Schmerzlinderung oder Beweglichkeit. Stattdessen berichteten operierte Patienten häufiger über Beschwerden, wiesen ein schnelleres Fortschreiten der Kniearthrose auf und benötigten häufiger weitere Knieoperationen. Die Autoren sprechen von einer "medizinischen Kehrtwende", da der Eingriff bei degenerativen Meniskusschäden, die meist Alterserscheinungen sind, keinen Nutzen bringt. Konservative Therapien wie Physiotherapie werden daher empfohlen, und vor einer Operation ist eine unabhängige Zweitmeinung ratsam. Die Operation bleibt nur bei akuten, mechanischen Verletzungen nach Trauma sinnvoll. **SCHLÜSSELPUNKTE:** * Eine finnische Langzeitstudie (Fidelity-Studie) zeigt, dass die partielle Meniskektomie bei degenerativen Knieschmerzen nach zehn Jahren keine Vorteile bringt. * Operierte Patienten hatten häufiger Beschwerden, ein schnelleres Fortschreiten der Arthrose und benötigten häufiger weitere Knieeingriffe. * Die Studienautoren bezeichnen das Ergebnis als "medizinische Kehrtwende" und betonen, dass degenerative Meniskusschäden meist Alterserscheinungen sind. * Bei degenerativen Schäden werden konservative Behandlungen empfohlen; eine Operation ist nur bei akuten, mechanischen Meniskusrissen nach Verletzung indiziert.














