Vereinheitlichung: Verkehrsstrafen werden erhöht 11.06.2026

In Österreich werden ab dem 1. Jänner 2027 die Verkehrsstrafen vereinheitlicht und angehoben, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die präventive Wirkung zu stärken. Die Verordnung umfasst über 100 Delikte, wobei die Strafbeträge auf das jeweils höchste bestehende Landesniveau angeglichen werden. Beispiele für erhöhte Strafen sind das Überfahren einer Sperrlinie (95 Euro), die Missachtung des Einfahrverbots (110 Euro) und die Nichtgewährung von Vorrang für Fußgänger (85 Euro). Falschparker zahlen künftig 60 Euro. Deutlich angehoben werden auch die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen; wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, muss mit 200 bis 5.000 Euro rechnen, bei über 40 km/h (innerorts) oder 50 km/h (außerorts) steigt der Strafrahmen auf 400 bis 6.000 Euro. Der Bund erwartet durch diese Maßnahmen zusätzliche Einnahmen von rund 80 Millionen Euro. Als Begründung für die Erhöhungen werden gestiegene Unfallzahlen im Jahr 2025 angeführt, bei denen nicht angepasste Geschwindigkeit eine wesentliche Ursache war. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert zusätzlich einkommensabhängige Strafen und mehr Kontrollen.














