Verschiebung auf dem Automarkt: Importe chinesischer Autos überholen erstmals EU-Exporte nach China 20.03.2026

Die Kräfteverhältnisse auf dem globalen Automarkt haben sich dramatisch verschoben: Erstmals haben die Autoimporte aus China in die Europäische Union die europäischen Exporte in die Volksrepublik übertroffen. Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY sanken die EU-Exporte nach China im vergangenen Jahr um 34 Prozent auf 16 Milliarden Euro, während die Importe aus China um acht Prozent auf 22 Milliarden Euro stiegen, was zu einem Defizit von mehreren Milliarden Euro führte. Für Deutschland bedeutet dies, dass China 2025 nur noch das sechstwichtigste Exportland war, mit schrumpfendem Abstand zwischen Exporten und Importen. EY-Experte Constantin Gall prognostiziert eine weitere Intensivierung des Wettbewerbs und steigenden Druck auf den Automobilstandort Deutschland bis 2026, insbesondere da chinesische Hersteller auf anderen europäischen Märkten Erfolge verzeichnen. Die Krise hat auch zu einem Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf fast 528 Milliarden Euro und einem deutlichen Rückgang der Beschäftigung um 6,2 Prozent auf rund 725.000 Stellen geführt, wobei die Zulieferindustrie besonders stark betroffen ist.













