Versuchter Vatermord mit Döner? Frau muss nach Freispruch in Berufungsverfahren 30.03.2026

Eine 35-jährige Frau muss sich vor dem Landgericht Zwickau in einem Berufungsverfahren wegen versuchten Mordes an ihrem Stiefvater verantworten, nachdem sie in erster Instanz freigesprochen worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen das Urteil des Amtsgerichts Zwickau Berufung eingelegt. Laut Anklage soll die Frau zunächst eine Modelleisenbahn im Wert von etwa 900 Euro gestohlen und anschließend versucht haben, ihren Stiefvater mit einem vergifteten Döner zu töten. Dem Döner wurde das Betäubungsmittel Oxycodon beigemischt, was bei dem Opfer zu Schwindel und Erbrechen führte, jedoch nicht zum Tod. Die Staatsanwaltschaft vermutet eine zu niedrige Dosierung oder die Wirkung des Erbrechens als Ursache für das Scheitern des Mordversuchs. Die Frau soll dem Opfer wenige Tage nach der Tat von der Beimischung des Oxycodons berichtet haben. Das Landgericht hat für das Verfahren fünf Termine bis zum 21. April angesetzt.














