Vertriebene Gaza-Landwirte nutzen Erde nahe ihrer Zelte zum Anbau von Nutzpflanzen 07.07.2026

Vertriebene Landwirte im Gazastreifen bauen aufgrund der Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen durch israelische Streitkräfte seit Oktober 2023 Nutzpflanzen auf kleinen Erdstücken in der Nähe ihrer Zelte an. Das systematische Planieren und die Belagerung haben das Agrarland verwüstet, das zuvor über 560.000 Menschen ernährte und 10 % der Wirtschaft Gazas ausmachte. Die Landwirte sind mit schwerem Mangel an Wasser, Saatgut und Düngemitteln konfrontiert, zudem ist der Zugang zu ehemaligen Feldern aufgrund der von Israel festgelegten „Gelben Linien“-Zonen gefährlich. Experten, darunter Fadel El-Zubi von der FAO, beschreiben dies als eine gezielte Strategie zur Zerstörung des Ernährungssystems Gazas, was eine erzwungene Abhängigkeit von Hilfslieferungen schafft. Die landwirtschaftliche Produktion ist von jährlich 405.000 auf 28.000 Tonnen eingebrochen, wobei über 94 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche zerstört, 4 Millionen Obstbäume entwurzelt und 87 % der Brunnen beschädigt wurden. Der 75-Millionen-Dollar-Aufruf der FAO für den Wiederaufbau ist zu weniger als 10 % finanziert, dennoch bauen die Landwirte als Form des Widerstands weiter an.












