Vetternwirtschaft in der AfDPlötzlich widerspricht Weidel sichVon Annika Leister 24.02.2026

Die AfD steht im Zentrum einer Debatte über Vetternwirtschaft, nachdem Dutzende Fälle von angestellten Angehörigen publik wurden. Parteichefin Alice Weidel zeigte sich zunächst wenig selbstkritisch und bezeichnete die Medienberichte als aufgebauscht, räumte jedoch ein, dass die Fälle geprüft würden. Bezüglich des Falls Stefan Keuter, der seine Freundin in seinem Bundestagsbüro beschäftigt, setzte Weidel eine Frist bis zum kommenden Montag, bis zu der Keuter Konsequenzen ziehen muss, was auf eine Kritikwürdigkeit dieses Falls hindeutet. Co-Chef Tino Chrupalla räumte ein, dass einige Anstellungen überproportional seien, betonte aber, dass sie nicht verboten seien. Die Partei plant, Vorschläge zur Verhinderung von Vetternwirtschaft partei- und fraktionsübergreifend sowie über Parlamente hinaus zu erarbeiten. Die Vorfälle betreffen mehrere Landesverbände, darunter Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.














