Am Wochenende löste ein Vorfall im Westjordanland große Empörung aus, nachdem israelische Soldaten auf ein Auto mit einer palästinensischen Familie geschossen und dabei ein sieben Monate altes Baby getötet hatten. Während die israelische Armee behauptete, das Fahrzeug sei mit hoher Geschwindigkeit auf die Soldaten zugerast und habe eine Gefahrensituation geschaffen, widersprechen neu veröffentlichte Videoaufnahmen der NGO B'Tselem dieser Darstellung. Die Aufnahmen zeigen, dass das Auto langsamer wurde und schließlich zum Stehen kam, bevor das Feuer eröffnet wurde. Der Vater des Opfers bestätigte gegenüber der Zeitung "Haaretz", dass er vollständig gestoppt habe und die Soldaten die Familie deutlich sehen konnten. Trotz der ersten Ermittlungen, die die Palästinenser als unbeteiligte Zivilisten einstufen, wird der Vorfall derzeit weiter untersucht, während die Armee den Tod des Säuglings bedauert.