Nur zwei Wochen nach dem Rücktritt von Ministerpräsidentin Evika Silina steht Lettland kurz vor einer neuen Regierung. Der Oppositionspolitiker Andris Kulbergs hat erfolgreich ein Bündnis aus vier Parteien geschmiedet, die sich auf ein Koalitionsabkommen geeinigt haben und bereits die Zuständigkeiten unter sich aufgeteilt haben. Diese Mitte-Rechts-Regierung, die über 66 von 101 Sitzen im Parlament verfügen wird, plant, die nationale Sicherheit als Priorität zu setzen. Kulbergs, der erst vor neun Tagen von Staatspräsident Edgars Rinkevics nominiert wurde, muss sich und sein Regierungsprogramm noch einer Abstimmung im Parlament stellen, die voraussichtlich noch diese Woche stattfinden wird. Die vorherige Regierungskrise wurde durch den Rücktritt von Verteidigungsminister Andris Spruds ausgelöst, nachdem fehlgeleitete ukrainische Drohnen nahe der russischen Grenze abgestürzt waren und Russland Lettland eine Mitschuld an den Vorfällen gab.