Ein Buckelwal, der zum zweiten Mal in der Ostsee auf einer Sandbank in der Wismarbucht gestrandet war, hat sich am späten Abend mit steigendem Wasserstand befreit. Das Tier wird nun von der Wasserschutzpolizei begleitet, die versucht, ihm zu folgen, obwohl die flachen Küstengewässer ein erneutes Stranden nicht ausschließen. Der Wal war erstmals am Freitagabend nach einer Strandung bei Timmendorfer Strand freigekommen und schwamm dann in Küstennähe in Richtung Mecklenburg. Meeresbiologen zufolge ist der Zustand des 12 bis 15 Meter langen Tieres besorgniserregend, da seine Haut schlecht aussehe und es seit Längerem nichts gefressen habe. Die genauen Gründe für das Auftauchen des nicht heimischen Buckelwals in der Ostsee, möglicherweise auf Nahrungssuche oder durch Unterwasserlärm, sind unklar.