Vorschlag der EU-Kommission Mit einem Ticket quer durch Europa 13.05.2026

Die EU-Kommission hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der grenzüberschreitendes Zugreisen durch die Einführung eines einzigen europaweiten Tickets vereinfachen und attraktiver machen soll. Bisherige komplizierte Verfahren, bei denen Fahrgäste bei Anschlussverlust im Ausland oft keine Entschädigung erhalten, sollen der Vergangenheit angehören. Der Vorschlag sieht vor, dass Bahnunternehmen wie die Deutsche Bahn verpflichtet werden, auch Fahrkarten ausländischer Bahnen zu verkaufen und ihre Fahrpläne, Verspätungsdaten und Preise zu teilen. Dies soll die Möglichkeit schaffen, Reisen quer durch Europa mit einer einzigen Fahrkarte zu buchen und im Falle von Störungen eine Entschädigung zu erhalten. Große Bahnbetreiber äußern sich kritisch zu der Verpflichtung, die Produkte der Konkurrenz zu verkaufen, obwohl einige bereits bilaterale Vereinbarungen zur Entschädigung bei Verspätungen getroffen haben. Die Umsetzung erfordert die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments. Die Nachfrage nach internationalen Zugreisen steigt stetig, mit rund 150 Millionen internationalen Zugreisenden im Jahr 2024.













