Vorschläge der Expertenkommission Wie die Krankenversicherung reformiert werden soll 30.03.2026

Eine Expertenkommission hat nach sechsmonatiger Arbeit 66 Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt, um eine drohende Finanzlücke von über 40 Milliarden Euro zu schließen. Die GKV steht unter erheblichem Druck, da die Ausgaben im Jahr 2025 stärker stiegen als die Einnahmen, insbesondere durch höhere Kosten für Krankenhausbehandlungen, ambulante ärztliche Behandlungen und Arzneimittel. Dies führte zu einem Rekord-Gesamtbeitragssatz von etwa 17,7 Prozent. Die Kommission, bestehend aus zehn unabhängigen Experten, schlägt Einsparungen bei Leistungserbringern und Herstellern (19 Mrd. Euro), eine Finanzierung durch den Bund für Bürgergeldempfänger (12 Mrd. Euro), Einnahmen durch die Abschaffung der beitragsfreien Ehegattenversicherung (3,5 Mrd. Euro) und höhere Zuzahlungen von Patienten (4,1 Mrd. Euro) vor. Zudem werden Leistungskürzungen und Präventionsmaßnahmen wie höhere Tabak- und Alkoholsteuern empfohlen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, bis Ende Juli ein Sparpaket zu verabschieden, das sich weitgehend an den Vorschlägen der Kommission orientiert.













