Wagenbauer bleibt dem Prozess fern: Moskauer Gericht will im Verfahren gegen Tilly Zeugen anhören 26.02.2026

Ein russisches Gericht setzt die Verhandlung gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly wegen seiner satirischen Darstellungen von Kremlchef Wladimir Putin und russischen Staatsorganen fort. Tilly, der als Chef-Wagenbauer des Düsseldorfer Rosenmontagszugs bekannt ist, wird vorgeworfen, aus eigennützigen Motiven und politischem Hass falsche Darstellungen verbreitet zu haben, was er bestreitet. Er weigert sich, an der Verhandlung teilzunehmen oder sich vertreten zu lassen, da er dem Verfahren keine Legitimität verleihen möchte und es als lächerlich bezeichnet. Die Anklage umfasst auch die Verletzung religiöser Gefühle durch eine Skulptur, die Patriarch Kirill zeigt. Tilly drohen eine Geldstrafe oder bis zu zehn Jahre Haft, und er hat bisher keine formelle Ladung erhalten, steht aber auf einer russischen Fahndungsliste.













