Sahra Wagenknechts Bündnis (BSW) könnte der AfD in Sachsen-Anhalt potenziell den Weg ins Amt des Ministerpräsidenten ebnen, sollten beide Parteien im September in den Landtag einziehen. Wagenknecht kündigte an, dass sich das BSW bei Abstimmungen zwischen Kandidaten der AfD und CDU enthalten würde. Da im dritten Wahlgang nur die einfache Mehrheit zählt, könnte dies der AfD zum Sieg verhelfen. Dieses Szenario ist jedoch ungewiss, da das BSW in Umfragen bei nur 4 Prozent liegt und die AfD ihre aktuellen 41-42 Prozent eventuell nicht halten kann. Wagenknecht schlägt ein "Magdeburger Modell" mit einem überparteilichen Ministerpräsidenten vor, der den Mehrheitswillen vertritt und auf anerkannte Persönlichkeiten setzt, um potenzielle Kandidaten nicht zu beschädigen. Sie betont, dass bei Ablehnung ihres Modells die Enthaltung des BSW die Abwahl der CDU zur Folge hätte. Ein ähnliches Modell würde sie sich auch für Thüringen wünschen.