In der Schweiz befinden sich etwa ein Drittel der Waldflächen in Privatbesitz, wobei rund 245.000 Personen Eigentümer sind. Immer mehr Privatpersonen und Gruppen kaufen Waldstücke, nicht aus finanziellen Motiven, sondern zum gezielten Naturschutz. Ein Beispiel ist Laurent Thévoz in Montagny, der durch den Verzicht auf Holzeinschlag Altholzinseln für die Biodiversität schafft. Da viele Parzellen durch Vererbung stark zerstückelt sind, versucht die Organisation Pro Natura im Gebiet Mont Vully, kleine Flächen zurückzukaufen, um langfristige Waldreservate zu etablieren und die nachhaltige Bewirtschaftung zu sichern. Auch im benachbarten Frankreich setzen sich Bürgergruppen wie die «Forêts Naturelles du Jura» über Anteilsmodelle für den Erhalt von Wäldern ein. Forstingenieure unterstützen diese Initiativen, da sie besonders im Schweizer Mittelland wichtige Mikrohabitate für bedrohte Arten schaffen und staatliche Lücken füllen.