Warum diese Hormonstörung jetzt einen neuen Namen bekommt 15.05.2026

Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), eine häufige Hormonstörung, die bis zu zehn Prozent der Frauen betrifft, wird in Polyendokrines Metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) umbenannt. Diese Änderung, die von internationalen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen vorangetrieben wird, soll Fehldiagnosen und Missverständnisse reduzieren, da der bisherige Begriff PCOS fälschlicherweise eine Beteiligung von Eierstockzysten impliziert, die oft nicht vorhanden sind. Stattdessen sind multiple hormonelle und Stoffwechselmerkmale charakteristisch, darunter unregelmäßige Menstruation, Akne, verstärkte Körperbehaarung und ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Weltweit leiden etwa 170 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter an dieser Erkrankung, die oft erst nach jahrelangen Konsultationen diagnostiziert wird. Der neue Name PMOS soll die Erkrankung präziser beschreiben, indem er die Beteiligung mehrerer Hormonsysteme und die metabolischen Auswirkungen hervorhebt. Eine schrittweise weltweite Einführung und Übernahme durch Organisationen wie die WHO ist geplant, wobei PMOS ab 2028 internationaler Standard werden könnte.














