Ermittler haben am Donnerstag den Amtssitz des französischen Präsidenten, den Élysée-Palast, durchsucht. Die Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) teilte am Freitag mit, dass sich die Durchsuchung auf die Vergabe öffentlicher Aufträge im Zusammenhang mit der Organisation von Festakten im Panthéon konzentrierte. Die Ermittlungen, die im Oktober 2025 eingeleitet wurden, untersuchen den Verdacht auf Begünstigung, unrechtmäßige Vorteilsnahme, Korruption und Einflussnahme. Berichten zufolge organisierte seit über 20 Jahren eine einzige Firma, Shortcut Events, die Festakte zur Aufnahme berühmter Persönlichkeiten ins Panthéon und stellte dafür jeweils rund zwei Millionen Euro in Rechnung. Die verdächtigen Auftragsvergaben reichen bis in die Amtszeiten von Macrons Vorgängern François Hollande und Nicolas Sarkozy zurück.