Weimer sagt Verleihung ab Wie es zum Wirbel um den Buchhandlungspreis kam 10.03.2026

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises am 19. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse überschattet, indem er drei Buchhandlungen aus Berlin, Bremen und Göttingen von der Auswahlliste strich. Seine Entscheidung basierte auf dem "Haber-Verfahren", einer Abfrage beim Verfassungsschutz, die ergab, dass gegen die betroffenen Buchhandlungen nachrichtendienstliche Erkenntnisse vorliegen. Weimer begründete dies damit, dass staatliche Fördermittel nur an Institutionen gehen sollten, die "über jeden Zweifel erhaben sind", obwohl die genauen Gründe für die Zweifel unklar blieben. Dieses Vorgehen, das über die Entscheidung einer unabhängigen Jury hinausging, hat erhebliche Kritik hervorgerufen, da es als "Gesinnungsprüfung" im sensiblen Kulturbereich und als potenzieller Eingriff in die Kunstfreiheit gewertet wird, zumal das "Haber-Verfahren" juristisch umstritten ist.













