Ein US-Bundesrichter hat die Praxis der Trump-Regierung gestoppt, Migranten ohne Aufenthaltsrecht in Drittstaaten abzuschieben, ohne dass diese juristisch dagegen vorgehen können. Richter Brian Murphy in Boston erklärte die Praxis für rechtswidrig, da die Betroffenen kaum Möglichkeiten hätten, Schutz vor Verfolgung oder Folter geltend zu machen. Diese Regelung, die es erlaubte, Migranten in Länder wie den Südsudan, Libyen oder El Salvador abzuschieben, die nicht in ihren ursprünglichen Ausweisungsbescheiden genannt wurden, ist ein zentraler Bestandteil der Einwanderungspolitik Trumps. Das Justizministerium verteidigte die Praxis als notwendig zur Abschiebung krimineller Ausländer, deren Heimatländer die Rücknahme verweigern. Das Urteil tritt nach einer 15-tägigen Aussetzung in Kraft, und die Regierung erwartet eine Berufung bis zum Supreme Court.