Wenn nur jeder Krieg so friedlich wäre: Wie Kanada und Dänemark fast 50 Jahre um einen nackten Felsen kämpften 26.03.2026

Fast 50 Jahre lang stritten Kanada und Dänemark um die unbewohnte Hans-Insel (Tartupaluk) in der Arktis, eine 1,3 Quadratkilometer große Felsformation. Der Konflikt begann 1973, als die Seegrenze die Insel teilte und sie aus dem Vertrag herausgelassen wurde. Ab 1984 entwickelten beide Länder ein Ritual: Militärangehörige hissten ihre Flaggen, hinterließen Whisky (Kanada) oder Gammel Dansk (Dänemark) und entfernten die des anderen. Dieser „Whisky-Krieg“ war weitgehend friedlich, bis in den 2000er Jahren strategische Interessen in der Arktis zunahmen. Angesichts der geopolitischen Spannungen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine einigten sich die NATO-Partner am 14. Juni 2022 in Ottawa auf eine Teilung der Insel: 60 Prozent gingen an Dänemark, 40 Prozent an Kanada.














