Wettstreit der Gerichtsmediziner im U-Ausschuss zur Causa Pilnacek 25.06.2026

Der von der FPÖ beantragte parlamentarische U-Ausschuss zur Causa Pilnacek befasste sich am Donnerstag mit den Aussagen zweier Gerichtsmediziner. Michael Tsokos, ehemaliger Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charité, übte Kritik an den österreichischen Ermittlungen: Die Obduktion erfolgte erst sechs Tage nach dem Auffinden der Wasserleiche, Temperaturmessungen des Wassers und des Leichnams unterblieben. „Was man vor Ort versäumt, kriegt man nicht mehr hin“, erklärte Tsokos. Dennoch räumte er ein, dass die Verzögerung keine Befundveränderung bewirkt habe und das Gutachten von Matzenauer solide sei. Allerdings fehlten wesentliche Befunde, die er bei einem Ertrinkungstod erwarten würde, und gefundene Kieselalgen gälten in Deutschland nicht als Ertrinkungsbeweis.














