Der Artikel von Hendrik Wieduwilt thematisiert die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland und fordert eine Rückkehr zu mehr Toleranz. Anhand von Beispielen wie der Anzeige gegen einen Rentner, der den Bundeskanzler als "Pinocchio" bezeichnete, und der Debatte um den Slogan "From the River to the Sea" auf der Berlinale, kritisiert Wieduwilt, dass staatliche Stellen und Teile der Gesellschaft zu schnell zu repressiven Maßnahmen greifen. Er hebt hervor, dass selbst das Bundesverfassungsgericht Entscheidungen aufhob, die wütende Äußerungen als strafbar einstuften, und dass auch linke Kreise die Meinungsfreiheit für sich entdecken, wenn es um Kritik an Israel geht. Wieduwilt schlägt drei konkrete Maßnahmen vor: die Abschaffung der "Politikerbeleidigung", das Unterlassen von "Aktionstagen" der Polizei gegen Hass und die Möglichkeit für Politiker, Ermittlungen bei Beleidigungen selbst zu stoppen.