Australien, ein großer Exporteur von Kohle und Erdgas, steht vor einer Treibstoffkrise, da das Land über 90 Prozent seines Benzins und Diesels importiert. Diese Abhängigkeit wurde durch den Iran-Krieg und die daraus resultierende Schließung der Straße von Hormus verschärft, was die Lieferungen aus Südostasien, die hauptsächlich aus Golfstaaten stammen, stark einschränkt. Australische Raffinerien wurden vor über zehn Jahren geschlossen, da sie im Vergleich zu neuen Mega-Raffinerien in Asien als ineffizient galten. Die Regierung versichert, dass die Versorgung bis mindestens Mai gesichert ist und neue Lieferungen unterwegs sind, während die Engpässe an den Tankstellen auf Hamsterkäufe zurückgeführt werden. Die Benzin- und Dieselpreise haben sich seit Beginn des Konflikts fast verdoppelt, was zu staatlichen Maßnahmen wie Steuersenkungen und Befreiungen von Gebühren für Schwerlastfahrzeuge führt. Langfristig wird die Wiederbelebung der heimischen Treibstoffproduktion und der Bau neuer Raffinerien diskutiert, was jedoch erhebliche Kosten und Zeitaufwand mit sich bringt und die Preise potenziell weiter erhöhen könnte.