„Wir haben beim Thema Integration mit vielen Illusionen gelebt“ 9h ago

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans kritisiert in einem Interview, dass Gesellschaften oft mit Illusionen über Migration leben. Er betont, dass die Integration erschwert wird, wenn die Zuwanderung die Aufnahmekapazitäten überschreitet oder große kulturelle Distanzen bestehen. Koopmans weist darauf hin, dass Migration ein kumulatives Phänomen ist, das durch Heiratsmuster und demografische Dynamiken verstärkt wird. Er warnt davor, dass die Rückkehr von Geflüchteten aus Syrien oder Afghanistan aufgrund der besseren Lebensbedingungen in Europa unwahrscheinlich ist. Zudem kritisiert er den aktuellen EU-Asylpakt als unzureichend, da effektive Rückführungsabkommen mit Drittstaaten fehlen. Er fordert Asylverfahren in Drittstaaten, um den Anreiz für irreguläre Migration zu senken. Abschließend plädiert Koopmans für ein stärkeres kulturelles Selbstverständnis in Aufnahmeländern, um die Integration zu fördern und der „Unterwanderung“ durch religiöse Gruppierungen entgegenzuwirken.















