„Wir lebten beide in den Seiten von Büchern“ 13.03.2026

Siri Hustvedt verarbeitet in ihrem Buch „Ghost Stories“ den Tod ihres Mannes, des Schriftstellers Paul Auster, der am 30. April 2024 im Alter von 77 Jahren an Krebs starb. Über 43 Jahre hinweg lebten sie als Paar, das Klischees über Schriftstellerpaare widerlegte, indem sie nicht nach Geschlechterrollen wie „Er gebiert Ideen, sie Babys?“ lebten, sondern als intellektuelle Partner agierten. Hustvedt beschreibt ihre gemeinsame Zeit, von der ersten Begegnung in Manhattan über die Geburt ihrer Tochter Sophie bis hin zu den Herausforderungen, wie dem Tod ihres Stiefsohnes Daniel. Das Buch ist kein reines biografisches Werk, sondern ein literarischer Versuch, Auster durch das Schreiben festzuhalten und die eigene Trauer um das gemeinsame „Wir“ zu verarbeiten. Es ist auch ein Akt des Widerstands gegen traditionelle Geschlechterrollen und ein Dokument der Verantwortung, das Bild ihres Mannes in der Welt zu gestalten.















