Wissenschaftler enttäuschtKritik an Innenminister Dobrindt wegen Rassismus-Studie 23.02.2026

Wissenschaftler äußern Enttäuschung über den Umgang des Bundesinnenministeriums mit einer dreijährigen Studie zu strukturellem Rassismus in deutschen Behörden. Die Sozialwissenschaftlerin Sina Arnold und Studienleiter Gerd Pickel kritisieren, dass die unangekündigte Veröffentlichung der Ergebnisse durch Innenminister Dobrindt deren verdiente Aufmerksamkeit verhindere und auf eine mangelnde Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Defiziten hindeute. Die Studie, an der 23 Projektleiter beteiligt waren und die knapp 13.000 Teilnehmer befragte, untersuchte Jobcenter, Ausländerbehörden, Polizei, Justiz und weitere Ämter sowie vier Bundesbehörden. Sie wies nach, dass rassistische Diskriminierung auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene existiert, wobei Angehörige von Gruppen mit rassistischen Zuschreibungen deutlich häufiger von beruflicher Benachteiligung berichteten.














