Peru wählt im Juni 2026 in einer Stichwahl seinen neunten Präsidenten innerhalb von zehn Jahren. Im ersten Wahlgang standen 35 Kandidaten zur Auswahl, so viele wie nie zuvor. Das beherrschende Thema des Wahlkampfs ist die zunehmende Macht krimineller Mafiabanden. Die Politikwissenschaftlerin Calmet erklärt, dass die peruanische Demokratie nie stabil war und von Staatsstreichen geprägt ist. Viele Politiker hätten ein autoritäres Politikverständnis. Mehrfach lösten Präsidenten das Parlament auf oder das Parlament setzte den Präsidenten ab. Die Freiheit des Landes steht auf dem Spiel, da viele Bürger Sicherheit höher priorisieren als demokratische Prinzipien.