Wohnungsmangel zwingt zum Umdenken: Klingbeil setzt auf staatlichen Neubau 05.04.2026

Angesichts des akuten Mangels an bezahlbarem Wohnraum und steigender Mieten in Deutschland plant Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Gründung einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft. Das Konzept, das in den kommenden Monaten mit Bauministerin Verena Hubertz und den Koalitionspartnern CDU/CSU umgesetzt werden soll, sieht vor, dass der Bund stärker in den Wohnungsbau investiert, da der privatwirtschaftliche Sektor den Bedarf an bezahlbaren Neubauten nicht decken kann. Laut dem Pestel-Institut fehlten Ende 2024 bereits 1,4 Millionen Wohnungen, und es werden jährlich nur etwa 200.000 neue Wohnungen gebaut, was deutlich unter dem Bedarf liegt. Die neue Gesellschaft soll Projekte im bezahlbaren Segment entwickeln, deren Umsetzung ausschreiben und günstigere Kredite bereitstellen, um Baukosten unter 3000 Euro pro Quadratmeter zu senken. Eine wesentliche Hürde ist jedoch, dass das Wohnungswesen Ländersache ist und eine Grundgesetzänderung für die Gründung einer Bundesgesellschaft erforderlich wäre, was Zweidrittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat voraussetzt.














