Wolfram Eilenberger: Die akademische Philosophie erzieht zur Mutlosigkeit 13.03.2026

Der Philosoph Wolfram Eilenberger kritisiert die heutige akademische Philosophie scharf und bezeichnet ihre Karrierewege und schulischen Strukturen als Erziehung zur Mutlosigkeit, die mutiges Denken verhindere. Er argumentiert, dass die Philosophie ihre traditionelle Rolle als Fundierungswissenschaft oder reine Hilfswissenschaft aufgeben sollte und auch kein Aktivismuswissenschaft sein dürfe. Stattdessen müsse sie, wie Foucault es beschrieb, die Gegenwart erfassen und den Menschen helfen, mündig zu denken und eine Sprache für ihre Zeit zu finden. Eilenberger beklagt, dass die akademische Philosophie sich zu sehr an anderen Wissenschaften orientiert und sich auf Spezialfragen verengt, anstatt sich mit den drängenden Fragen der Gegenwart wie technologischem Wandel, politischer Erosion und Klimakrise auseinanderzusetzen. Er fordert eine Rückbesinnung auf Weisheitssuche und biografisches Philosophieren sowie eine Öffnung für interkulturelle Traditionen und nicht-sprachliche Formen der Geistesgegenwart.














