WWF: Kritik an „rechtswidrigen“ Wolfsabschüssen 15.06.2026

Der WWF kritisiert im aktuellen „Bundesländer-Barometer“ den Umgang Österreichs mit geschützten Wildtieren wie Wolf, Luchs, Biber, Fischotter und Seeadler. Laut Expertin Sarah Layendecker führen lückenhaftes Monitoring und mangelnde Prävention dazu, dass Tiere zu schnell abgeschossen werden. Besonders kritisch bewertet die Organisation, dass seit 2020 über 1.200 Tiere auf Basis von Verordnungen getötet wurden, die laut WWF gegen EU-Naturschutzrecht verstoßen. In Vorarlberg erlaubt ein neues Jagdgesetz vom April sogar präventive Wolfsabschüsse bei unmittelbarer Gefahr für Menschen oder Nutztiere. Während Vorarlberg beim Bibermanagement positiv hervorgehoben wird, erhalten Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark aufgrund hoher Tötungskontingente und fehlender Schutzprogramme negative Bewertungen. Der WWF fordert eine bessere wissenschaftliche Begründung für Abschüsse sowie eine konsequentere Umsetzung des EU-Rechts zum Schutz dieser bedrohten Arten.














