In Berlin wird intensiv über radikale Lösungen für die Wohnungsnot diskutiert, darunter die Vergesellschaftung privater Wohnungskonzerne. Politiker der Linkspartei und Aktivisten tauschen sich bei einer Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung über progressive Ansätze wie einen Mietendeckel, eine Sozialvermietungsquote und eine Überwachungsbehörde aus. Diese Vorschläge stoßen auf Widerstand in der Immobilienbranche und bei Finanzinstituten, die die ökonomischen und rechtlichen Folgen sowie die Frage, ob tatsächlich mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen würde, kritisch sehen. Berlin entwickelt sich somit zu einem Schauplatz für Experimente mit neuen Gesellschaftsmodellen, während der Konflikt zwischen Markt und Staat bezüglich des Wohnraums fortbesteht.