Ziel "verfehlt": Rechnungshof kritisiert Milliardenkosten für schnellere Arzttermine 05.02.2026

Der Bundesrechnungshof kritisiert das 2019 eingeführte Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) scharf und bemängelt vermeidbare Mehrkosten von 2,9 Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung bis Mitte 2024. Laut dem Bericht des Rechnungshofs hat das Gesetz sein Ziel, die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte zu verkürzen, verfehlt; stattdessen stiegen die durchschnittlichen Wartezeiten für Facharzttermine von 33 Tagen im Jahr 2019 auf 42 Tage in 2024. Die extrabudgetäre Vergütung für Ärzte, die den Zugang verbessern sollte, führte zu keiner erkennbaren Verbesserung, sondern zu zunehmender Doppelfinanzierung und Mehrausgaben. Der Rechnungshof fordert die ersatzlose Streichung der TSVG-Vergütungsregelungen, da ein weiteres Abwarten nicht hinnehmbar sei, während das Gesundheitsministerium die Überprüfung erst mit der Einführung des Primärarztsystems plant.














