Eine repräsentative Studie des Jacobs Center der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit «männer.ch» zeigt, dass fast jeder dritte junge Mann zwischen 18 und 24 Jahren in der Schweiz ein problematisches Männerbild vertritt. Über 6.000 Personen wurden befragt, wobei ein neu entwickelter „Faktor M“ Einstellungen zu Dominanz, Härte und Queerfeindlichkeit misst. Rund die Hälfte der jungen Männer befürchtet zudem eine Marginalisierung „echter Männlichkeit“. Besonders betroffen sind Männer mit geringerer Bildung, Bewohner der Deutschschweiz sowie Personen mit Wurzeln im ehemaligen Jugoslawien. Die Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen diesen Idealen und einer höheren Gewaltakzeptanz. Als Ursachen werden die digitale Sozialisation durch „Manfluencer“ auf Plattformen wie TikTok sowie die Corona-Pandemie vermutet. Zur Gegensteuerung empfehlen die Experten eine stärkere Gewaltprävention an Schulen, die Förderung von Beziehungskompetenzen und die Unterstützung von Vätern.