Microsofts geplantes Milliarden-Rechenzentrum in Kenia, ein Prestigeprojekt zur Förderung von KI und Cloud-Computing in Ostafrika, steht aufgrund ungeklärter Zahlungsgarantien vor einer ungewissen Zukunft. Die Verhandlungen mit der kenianischen Regierung sind ins Stocken geraten, da diese die von Microsoft geforderte garantierte Mindestabnahme von Serverkapazitäten nicht zusichern kann. Ursprünglich mit Geothermie zu betreiben und eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt anzustreben, übersteigt der Energiebedarf des Projekts die lokalen Ressourcen Kenias erheblich, was eine Neudimensionierung und Umstrukturierung der Energieversorgung erforderlich macht. Das Projekt, das auch als Gegengewicht zum chinesischen Einfluss in Afrika gedacht war, illustriert das weltweite Problem des steigenden Strombedarfs von KI-Rechenzentren und dessen Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur.