„Zurück in die 50er“: Warum junge Menschen wieder konservative Rollenbilder leben 06.03.2026

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Generation Z, insbesondere junge Männer, konservativere Geschlechterrollen vertritt als erwartet, was Autorin Mithu Sanyal als gesellschaftlichen Rückschritt betrachtet. Sanyal erklärt diese Entwicklung mit einer zunehmenden Militarisierung, die zu retraditionalisierten männlichen Rollenbildern wie dem des Beschützers und einer Abkehr von Empathie führe, was sie als Rückkehr in die 50er Jahre bezeichnet. Sie hebt eine Asymmetrie hervor, bei der junge Frauen Freiheit in Bezug auf Kleidung und Selbstbild erfahren, während junge Männer sich vor allem bei der Berufswahl frei fühlen, da sie traditionelle Wege gehen. Sanyal kritisiert, dass der Feminismus sich in der öffentlichen Wahrnehmung zu stark auf Identitätsfragen konzentriert und materielle Aspekte wie Geld und Beruf vernachlässigt habe, was zu einer Fokussierung auf Sexualität und Psyche bei Frauen und auf den Beruf bei Männern führe. Misbah Khan von den Grünen sieht darin eine Wirkung autoritärer Kräfte, die gezielt junge Männer ansprechen, und fordert mehr progressive männliche Vorbilder sowie den Erhalt sozialer Infrastruktur.














