Zustand der Bahn geht laut Verkehrsminister in „demokratiegefährdende Richtung“ 28.03.2026

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) äußert sich besorgt über den Zustand der Deutschen Bahn und warnt vor einer „demokratiegefährdenden Richtung“, da anhaltende Verspätungen und Baustellen das Vertrauen in staatliche Funktionsfähigkeit untergraben könnten. Er bezeichnet die Entwicklung als „brandgefährlich“, wenn Bürger den Eindruck gewinnen, der Staat könne grundlegende Probleme wie marode Infrastruktur nicht bewältigen. Im Fernverkehr erreichten 2024 lediglich 60 Prozent der Züge die Pünktlichkeitsvorgabe von unter sechs Minuten Verspätung, was eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Schnieder setzt sich ambitionierte Ziele, bis 2029 eine Pünktlichkeit von 70 Prozent im Fernverkehr zu erreichen, dämpft jedoch die Erwartungen an kurzfristige Lösungen einer Task Force, deren Maßnahmen erst Anfang 2027 überprüft werden. Die Deutsche Bahn verzeichnete trotz eines erneuten Milliardenverlusts ein Wachstum der Fahrgastzahlen um 3,4 Prozent auf 1,93 Milliarden im vergangenen Jahr.















