Zwischen Trump und hohen Benzinpreisen: Melonis schwierige zweite Halbzeit 08.04.2026

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni steht vor einer schwierigen zweiten Amtszeit, in der ihre bisherige Stärke in der Außenpolitik angesichts innenpolitischer Rückschläge und wirtschaftlicher Herausforderungen an Bedeutung verliert. Nach einem verlorenen Justizreform-Referendum unternahm Meloni eine unangekündigte Reise nach Saudi-Arabien, Katar und die Emirate, um die Beziehungen zu den Golfstaaten zu stärken und Italien als Energiehub für Europa zu positionieren. Diese diplomatischen Bemühungen, die auch die Sicherheit der globalen Energieversorgung und die freie Schifffahrt betreffen, stehen im Kontrast zu ihrer problematischen Beziehung zu Donald Trump, dessen Kriegsrhetorik gegen den Iran in Italien unpopulär ist und Melonis eigene Beliebtheit beeinträchtigt. Angesichts eines erwarteten Haushaltsdefizits von über drei Prozent, eines geringen Wirtschaftswachstums von 0,6 Prozent und der bevorstehenden Beendigung von EU-Wiederaufbauhilfen steht Meloni vor erheblichen wirtschaftlichen und innenpolitischen Problemen, die durch eine Affäre ihres Innenministers verschärft werden.















